Wiener Foto-Verein seit 2016

Monat: September 2026

Fotogruppe 47 – Neuigkeiten 21. September 2026

ORF-Lange Nacht der Museen am 3. Oktober – Vorverkauf endet am 27. September

Termin: Samstag, 3. Oktober 2026, 18:00–24:00 Uhr
Tickets: 19 € regulär, 16 € ermäßigt (Studierende, Senior*innen, Menschen mit Behinderung, Ö1-Club), Kinder bis 12 Jahre frei
Vorverkauf: bis 27. September über backstage.ORF.at und in den teilnehmenden Häusern

Ein Ticket, sechs Stunden, sämtliche teilnehmenden Museen und Kulturinstitutionen. Für fotografisch Interessierte ist das die Gelegenheit, in einem Abstecher mehrere Häuser abzuklappern, die man sonst einzeln ansteuern müsste – und Sammlungen anzusehen, bei denen man sich den vollen Eintritt sonst zweimal überlegt. Praktischer Nebeneffekt, den viele übersehen: Das Ticket gilt in Wien am 3. Oktober von 17:00 Uhr bis 00:59 Uhr des Folgetags als Fahrschein in der Kernzone, Nightline-Busse inklusive. Wer fotografieren will, sollte vorab die Hausordnung des jeweiligen Museums prüfen – Stativ und Blitz sind fast überall tabu, das Handgepäck wird bei großem Andrang knapp.

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Fotogalerie Wien: Führung durch „NARRATIVE III“ und Lecture-Performance – bei freiem Eintritt

Termin: Samstag, 3. Oktober 2026, 14:00 Uhr Führung, 15:00 Uhr Lecture-Performance
Ort: FOTOGALERIE WIEN, Währinger Straße 59/WUK, 1090 Wien (Eingang G)
Eintritt: frei

Am selben Tag, nur früher: Das WUK feiert sein 45-jähriges Bestehen, und die Fotogalerie Wien beteiligt sich mit einem Doppeltermin. Um 14 Uhr führt Johan Nane Simonsen aus dem Galeriekollektiv durch die laufende Ausstellung NARRATIVE III: Alternatives Ende, den Abschluss des Jahresschwerpunkts – mit Arbeiten von Vik Bayer, Rio – Roberta Lima, Angelika Loderer, Ralo Mayer und Kay Walkowiak. Sehenswert ist darin besonders Loderers Exposure: fotografische Abzüge, die langsam von einem Pilzgeflecht überwachsen werden, bis die Bilder zerfließen. Zerstörung als Bildprozess, ko-autorisiert von einem Schimmelpilz. Um 15 Uhr folgt die Lecture-Performance „Nachforschungen in die Zukunft“ der Biologin und Künstlerin Margit Busch. Die Ausstellung selbst läuft noch bis 10. Oktober, Finissage samt Katalogpräsentation am letzten Tag.

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Vormerken: „NEU. SACHLICH.“ im Leopold Museum ab November

Laufzeit: 13. November 2026 – 28. Februar 2027
Ort: Leopold Museum, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Öffnungszeiten: täglich außer Dienstag 10–18 Uhr

Das Leopold Museum widmet der Fotografie der 1920er- und 1930er-Jahre eine eigene Ausstellung – jener Phase also, in der das Sachfoto zum Programm wurde: harte Aufsicht, klare Kante, das Ding ohne Stimmung. Angekündigt ist unter anderem Albert Renger-Patzsch, dessen Schaffende Hände (Töpferhände) von 1925–27 als Ankündigungsmotiv dient; gezeigt werden Bestände aus der Skrein Photo Collection. Für ein Haus, das man sonst mit Schiele und Klimt verbindet, ein ungewohnter, aber naheliegender Schwenk: Die Neue Sachlichkeit ist in der Sammlung ohnehin verankert, nur eben bislang als Malerei. Noch ist reichlich Zeit – aber wer im November ohnehin plant, sollte es sich notieren.

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Canon EOS R8 Mark II und zwei ungewöhnlich leichte Supertele von Sony

Canon EOS R8 Mark II: vorgestellt 16. September, 1.799 € (Body), verfügbar ab 20. Oktober
Sony FE 400mm F4.5 GM OSS: ca. 2.800 €, Ende September
Sony FE 600mm F6.3 GM OSS: ca. 3.900 €, Ende September

Canon hat die EOS R8 nachgelegt und ihr genau das gegeben, was der ersten Version fehlte: einen 5-Achsen-Bildstabilisator, laut Hersteller bis zu 7,5 Blendenstufen, dazu endlich einen AF-Joystick. Der 24,2-MP-Vollformatsensor bleibt, das Gehäuse fällt deutlich kantiger aus als bisher – ein Design, über das sich streiten lässt. Sony wiederum hat die zwei Supertele-Festbrennweiten nachgereicht, die Anfang September noch gefehlt hatten: 400mm f/4.5 und 600mm f/6.3, beide bei rund 995 Gramm und damit nach Herstellerangabe die jeweils leichtesten ihrer Klasse. Rund ein Kilo für ein 600er ist eine Ansage – das ist Freihand-Terrain, kein Stativ-Terrain, und für Vogel- und Sportfotografie die eigentliche Nachricht. Mit Telekonverter sind 800 beziehungsweise 1.200 mm drin.

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📺 Diese Woche im TV

Ab Donnerstag, 24. September in der arte-Mediathek – „Stadt Land Kunst: Detroit / Saint-Ouen / Dänemark“ (46 Min.)
Der Detroit-Teil der Folge begleitet Yves Marchand und Romain Meffre, das französische Fotografenduo, das mit The Ruins of Detroit bekannt wurde: großformatige Aufnahmen verlassener Theater, Bahnhöfe und Fabrikhallen, die den Verfall einer Industriestadt in einer Sorgfalt festhalten, die man sonst aus der Architekturfotografie kennt. Die Arbeit hat die Debatte über „ruin porn“ mitausgelöst – die Frage, ab wann die schöne Aufnahme eines Niedergangs zum Selbstzweck wird. Genau deshalb lohnt das Hinsehen. TV-Ausstrahlung am Donnerstag, 1. Oktober um 13:10 Uhr.

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🎬 Film-Tipp: Don’t Blink – Robert Frank (2015)

Typ: Dokumentation, 82 Minuten
Regie: Laura Israel
Verfügbar: Apple TV (Kauf/Leihe)

Robert Frank hat mit The Americans 1958 ein Buch gemacht, das die Fotografie in zwei Teile zerlegt hat: davor und danach. Unscharf, schief, körnig, aus der Hüfte – alles, was damals als Fehler galt, wurde bei ihm Methode. Laura Israel, die jahrzehntelang seine Filme geschnitten hat, porträtiert ihn als über Neunzigjährigen in seinem Atelier, und der Film ist so montiert, wie Frank fotografiert hat: sprunghaft, unehrfürchtig, ohne Chronologie. Er selbst wollte ausdrücklich kein Denkmal, und man merkt dem Film an, dass er sich daran hält. Wer nach den Bildern noch zum Buch greift, sieht es anders als vorher.

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Fotogruppe 47 – Neuigkeiten 14. September 2026

Zanele Muholi: We Are Here – erste Einzelausstellung in Österreich

Laufzeit: 19. September 2026 – 10. Jänner 2027
Ort: FOTO ARSENAL WIEN, Arsenal Objekt 19A, 1030 Wien
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11:00–19:00 Uhr, Montag geschlossen
Eintritt: 10 € regulär, 7 € ermäßigt, unter 19 Jahren frei, Jahreskarte 25 €

Nach Tate Modern, Gropius Bau und SFMOMA zeigt das FOTO ARSENAL WIEN die erste Einzelausstellung von Zanele Muholi in Österreich: über 120 Fotografien, Videoarbeiten und Archivmaterial aus mehr als zwei Jahrzehnten, gegliedert in sechs Kapitel. Im Zentrum stehen die seit 2006 fortlaufende Porträtserie Faces and Phases und die Selbstporträts aus Somnyama Ngonyama – Schwarz-Weiß-Arbeiten von einer Härte im Kontrast, die man selten sieht, entstanden in enger Absprache mit den Porträtierten. Muholi, 1972 in Umlazi geboren, bezeichnet sich nicht als Künstler*in, sondern als visual activist, und wurde 2026 mit dem Hasselblad Award ausgezeichnet. Das Haus war wegen Umbaus bis 17. September geschlossen und sperrt mit dieser Schau wieder auf – parallel läuft Eric Asamoahs As Our Hearts Bow.

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Fotoauktion „Perspectives“ in der Leica Gallery Wien – Vorbesichtigung lohnt sich auch ohne Bietabsicht

Termin: Freitag, 9. Oktober 2026, 18:30 Uhr
Ort: Leica Gallery Vienna, Seilergasse 14, 1010 Wien
Status: Online-Katalog ist offen, Pre-Bidding läuft

Die Leitz Photographica Auction – bis vor einigen Jahren als WestLicht-Auktion in Wien groß geworden – versteigert im Oktober rund 140 Originalabzüge. Der Katalog liest sich wie ein Streifzug durch die Fotogeschichte: László Moholy-Nagy, Alexander Rodtschenko, Irving Penn, Lillian Bassman, Gordon Parks, Bill Brandt, Jacques-Henri Lartigue, Otto Steinert, Brett Weston. Für Wien besonders interessant sind Rudolf Koppitz‘ Winter im Wienerwald von 1923 und Trude Fleischmanns Aufnahme der Hände von Karl Kraus, 1930 entstanden. Die Einstiegspreise beginnen bei einigen hundert Euro – und der Online-Katalog ist unabhängig davon eine der besseren Bildersammlungen, die man gerade kostenlos durchblättern kann.

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Neue OM System PEN – und drei Objektive aus einer dichten Ankündigungswoche

Vorgestellt: 8. und 9. September 2026
Marktstart PEN: 1. Oktober 2026
Preis: 999 € (Body), 1.099 € im Kit mit dem M.Zuiko 14–42mm f/3.5-5.6 III

Die erste Septemberwoche war die dichteste des Jahres. OM System hat die PEN neu aufgelegt: 393 Gramm, 20,4-MP-MFT-Sensor, und erstmals in der PEN-Reihe mit integriertem elektronischem Sucher, Bildstabilisator und Staub- sowie Spritzwasserschutz – eine Kombination, die es in dieser Größenklasse kaum gibt. Sigma hat am Tag davor das 85mm f/1.2 DG Art (1.499 €, 905 g – deutlich leichter als die Konkurrenz) und das kompakte 20–60mm f/2.8-4 DG Contemporary (849 €, 385 g) offiziell gemacht, beide ab 30. September lieferbar. Sony hat von den drei erwarteten Objektiven nur eines gezeigt: das FE 8–14mm f/3.5 Fisheye G für 1.700 €, mit 314 Gramm erstaunlich kompakt und ab Ende September verfügbar. Die beiden Supertele-Festbrennweiten sollen später im Monat folgen.

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The Nature Photography Contest 2026 – Einreichen bis 15. November

Einsendeschluss: 15. November 2026
Teilnahme: weltweit offen für Profis und Amateure, 10 € pro eingereichtem Foto
Preisgeld: 2.000 € gesamt, 1.000 € für die „Photography of the Year“, je 100 € pro Kategoriesieg

Dritte Ausgabe eines reinen Online-Wettbewerbs für Naturfotografie, ausgeschrieben in zehn Kategorien: Landschaft, Wildlife, Makro, Unterwasser, Vögel, Pflanzenwelt, Nachtwelt, Environmental Impact, Sharing the Planet und – erfreulich unverkrampft – Funny Nature. Die Zahl der Einreichungen und der Kategorien ist nicht begrenzt, die Ausrüstung spielt keine Rolle. Die Jury besteht aus den Naturfotografen Luke Stackpoole, Cynthia Bandurek und Mario Cea, bewertet wird bis März 2027. Für jede teilnehmende Person pflanzt der Veranstalter gemeinsam mit One Tree Planted einen Baum.

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📺 Diese Woche im TV

Neu in der arte-Mediathek – „Twist: Bilderflut – Was ist ein Bild noch wert?“ (30 Min., Erstausstrahlung 13. September)
Täglich entstehen rund 5,3 Milliarden Fotos, seit KI-Bildern werden es rasch mehr. Die Sendung geht der Frage nach, was bei dieser Dauerdokumentation eigentlich gewonnen und was verloren geht – Studien deuten darauf hin, dass sich schlechter erinnert, wer alles fotografiert. Zu Wort kommen unter anderem Maximilien Van Aertryck, Ko-Regisseur von And the King Said, What a Fantastic Machine, und der deutsch-türkische Künstler Abdulhamid Kircher, der in seiner Ausstellung Rotting From Within in den Hamburger Deichtorhallen mit analogen Abzügen und persönlichen Archiven das genaue Gegenteil der Bilderflut betreibt. Abrufbar bis 12. September 2027.

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🎬 Film-Tipp: Smoke (1995)

Typ: Spielfilm
Regie: Wayne Wang, nach einer Erzählung von Paul Auster
Verfügbar: Netflix; Leihe über Apple TV, Prime Video, Google Play, YouTube

Auggie Wren, gespielt von Harvey Keitel, betreibt einen Tabakladen in Brooklyn und macht seit vierzehn Jahren jeden Morgen um Punkt acht Uhr eine Aufnahme derselben Straßenecke – immer derselbe Standpunkt, immer dieselbe Uhrzeit. Über viertausend Bilder, sorgfältig in Alben geklebt. Die Szene, in der ein Besucher diese Alben durchblättert und begreift, was er da eigentlich vor sich hat, ist eine der besten Erklärungen von Serienarbeit, die das Kino zu bieten hat: Erst die Wiederholung macht die Unterschiede sichtbar. Passt gut zu dem, was die arte-Sendung oben verhandelt – und ist außerdem ein sehr ruhiger, sehr gut geschriebener Film.

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Fotogruppe 47 – Neuigkeiten 2. September 2026

Galerie G99: Donata Wenders – Eröffnung am 11. September

Eröffnung: Freitag, 11. September 2026, 19:00 Uhr
Laufzeit: 11. September – Oktober 2026
Ort: Galerie G99, Gentzgasse 99, 1180 Wien
Öffnungszeiten: Samstag 13:00–18:00 Uhr oder nach Vereinbarung (+43 664 824 11 66)

Die Galerie G99 – das Haus unseres Vereinsmitglieds Viktor – zeigt im Herbst eine Einzelausstellung von Donata Wenders. Die 1965 in Berlin geborene Fotografin kommt vom Film: Sie studierte Film und Theater in Berlin und Stuttgart und arbeitete zunächst als Kamerafrau, seit 1995 ist sie freischaffende Fotografin und Standfotografin bei den Filmen ihres Mannes Wim Wenders. Ihre Schwarz-Weiß-Arbeiten verzichten konsequent auf Farbe und konzentrieren sich auf die Figur im Raum – beobachtet, in weichem Licht, oft bis an die Grenze zur Abstraktion geführt. Seit 2015 entwickelt sie zusätzlich audiovisuelle Kurzfilm-Installationen, was den Kreis zu ihren Anfängen schließt.

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Vienna International Photo Award 2026 – Ausstellungseröffnung an der LIK Akademie

Eröffnung: Donnerstag, 17. September 2026, 19:00 Uhr
Ort: LIK Akademie für Foto und Design, Seidengasse 17, 1070 Wien
Anmeldung: Gästeliste über Eventbrite

Der Vienna International Photo Award zeigt die Siegerarbeiten des heurigen Jahrgangs, im Rahmen der Eröffnung werden die internationalen Preisträgerinnen und Preisträger geehrt. Prämiert wurde in acht Bewerben – darunter Street Photography, Travel Photography, People and Portrait, Black and White, Our World und ein eigener Students Award. Die Gewinnerbilder aller Kategorien sind bereits online einsehbar, wer sie als Prints sehen will, hat am 17. September Gelegenheit dazu. Der Abend ist zugleich ein Networking-Termin: Preisträger, Dozentinnen und Absolventen der Akademie sind vor Ort.

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Fotogruppe Meidling: Vereinsausstellung und zwei Multimediavorträge

Eröffnung Vereinsausstellung: Dienstag, 8. September 2026, 18:30 Uhr
Vortrag Südamerika: Donnerstag, 10. September 2026, 19:00 Uhr – Mag. Walter Dickmanns
Vortrag Thailand: Montag, 21. September 2026 – Mag. Gerhard Theissl
Ort: Klublokal der Fotogruppe Meidling im Amtshaus Meidling, 1120 Wien
Eintritt: frei

Der Wiener Fotoklub Fotogruppe Meidling startet in die Herbstsaison und öffnet dabei die Türen: Am 8. September wird die Vereinsausstellung eröffnet, zwei Tage später führt Walter Dickmanns in einem Multimediavortrag durch die Landschaften Südamerikas, am 21. September folgt Gerhard Theissl mit Thailand. Ein Blick zu den Kolleginnen und Kollegen aus dem 12. Bezirk lohnt sich – Multimediaschauen sind eine Disziplin für sich, und der Eintritt kostet nichts.

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Laowa Aksen: Makroobjektive mit bis zu zehnfacher Vergrößerung

Vorgestellt: 19. August 2026, Auslieferung läuft
Preis: ab 919 Euro (Foto-Version), Cine-Versionen ab 1.829 Euro

Laowa hat mit der Aksen-Serie zwei Vollformat-Makroobjektive vorgestellt: das 45mm f/2.8 für Abbildungsmaßstäbe von 1:1 bis 5:1 und das 17,5mm f/1.7, das bei 5:1 beginnt und bis zur zehnfachen Vergrößerung reicht. Interessant ist weniger die reine Vergrößerung als die Konstruktion: Beide sind parfokal – die Schärfe bleibt beim Wechsel des Abbildungsmaßstabs erhalten – und zoomen intern, der Tubus wird also nicht länger. Wer schon einmal einen Makroaufbau mit Blitz, Diffusor und Schlitten justiert hat, weiß, was das wert ist. Der Arbeitsabstand bleibt konstant (40,35 mm bzw. 22,48 mm), fokussiert wird manuell, die apochromatische Rechnung soll Farbsäume in Grenzen halten. Beim 5- bis 10-fach-Modell ist ein optischer Block für koaxiale, damit weitgehend schattenfreie Beleuchtung integriert. Anschlüsse gibt es für Sony E, Nikon Z, Canon RF, L-Mount, Nikon F, Canon EF, Fujifilm X und MFT, die Cine-Varianten kommen mit Arri PL.

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🎬 Film-Tipp: Henri Cartier-Bresson – Biographie eines Blicks (2003)

Typ: Dokumentation
Regie: Heinz Bütler
Verfügbar: MUBI und Netflix (regionale Verfügbarkeit kann abweichen)

Einer der letzten Filme, die mit Cartier-Bresson gedreht wurden – er starb 2004, ein Jahr nach der Fertigstellung. Heinz Bütler lässt den damals Mitneunzigjährigen einfach seine eigenen Bilder aus der Mappe ziehen, kurz kommentieren und in die Kamera halten. Kein Erklärstück über den „entscheidenden Moment“, sondern der Fotograf selbst, der über einzelne Aufnahmen spricht, oft knapp, manchmal widerborstig. Dazwischen kommen Weggefährten zu Wort: Elliott Erwitt, Josef Koudelka, Robert Delpire, Arthur Miller, Isabelle Huppert. Wer wissen will, wie ein Bild aussieht, wenn man es aus der Hand seines Urhebers gezeigt bekommt statt aus einem Bildband, findet hier einen sehr ruhigen, sehr direkten Film.

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